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Gastdirigenten 2018


Das Sinfonieorchester hat für die Saison 2018 vier Gastdirigenten und eine Gastdirigentin eingeladen. Nach dem Oktoberkonzert 2018 sollen dann die akktiven Musiker des Orchesters aus dem Kreis dieser Bewerber einen festen musikalischen Leiter wählen. Für die Musikfreunde in der Region sieht Andreas Dobmeier viele Vorteile durch die Saison mit den Gastdirigenten. „Das Publikum kann vier talentierte Dirigenten und eine Dirigentin erleben, die rundweg spannende Programme zusammengestellt haben.“ Es verspricht eine sehr abwechslungsreiche Saison zu werden mit vielen musikalischen Höhepunkten. Die Frage, wie das Orchester junge Menschen und Kinder für klassische Musik begeistern kann, gewinnt in Zukunft immer mehr Bedeutung. So freut sich Andreas Dobmeier, dass drei Dirigenten ausgereifte Konzepte für Auftaktkonzerte für junge Menschen vorgelegt haben. Für die Abonnenten und Einzelbesucher bleiben die Preise stabil, es gibt keine Erhöhung.

Das sind die Kandidaten und ihre Programme:

Die Neujahrskonzerte Wiener und andere Juwelen am 1. Januar 2018 (17 Uhr) und am 7. Januar 2018 (19 Uhr)
Dirigent: Thomas J. Mandl
Er kombiniert Werke der Strauß-Dynastie mit Film-Songs und Musical-Hits.

Thomas J. Mandl stammt aus Penzberg/Oberbayern. Seine Studien absolvierte er in Stuttgart und Kiew, starke Impulse erhielt er durch Begegnungen über mehrere Jahre mit Sergiu Celibidache. Als ehemaliger Chordirektor beim Tölzer Knabenchor und Leiter verschiedener Chöre sind Gesang und Stimme für ihn Grundlage allen Musizierens. Schon während seines Dirigierstudiums am Tschaikowsky-Konservatorium Kiew erhielt er eine Dirigentenstelle am Staatlichen Opern- und Balletttheater Odessa. 1993 leitete er dort den Großteil der Opern- und Ballettvorstellungen zu den Feiern des 100. Todestages P.I. Tschaikowskys. 1996 bis 2004 war er als 1. Kapellmeister und Chordirektor am Ulmer Theater tätig, leitete neben vielen Uraufführungen in Oper und Ballett auch Sinfoniekonzerte sowie Jugendprojekte und Gesprächskonzerte. 2003 bis 2011 war Thomas J. Mandl Chefdirigent der Bad Reichenhaller Philharmonie. Mit der Entwicklung neuer Konzertreihen, Opernaufführungen, Kooperationen mit Oratorienchören, Neuerungen im Bereich der Jugend- und Gesprächskonzerte, der Sinfonischen Unterhaltung, durch regelmäßige Uraufführungen sowie die Teilnahme am Festival Alpenklassik setzte er starke Impulse zur Orchesterentwicklung. Seit 2012 ist Thomas J. Mandl Leiter des Bereiches Musik der Tiroler Festspiele Erl und Leiter von Chor und Orchester des Musikvereins Rosenheim. Als Dozent für Dirigieren war er an den Musikhochschulen in Trossingen und München tätig. Er hat zahlreiche Orchester im In- und Ausland dirigiert.

Sinfonien aus Wien am Sonntag, 18. März 2018 um 17 Uhr
Dirigent: Helmuth Reichel Silva
Anton Webern: Sinfonie op. 21
Richard Strauss: 2. Hornkonzert Es-Dur
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 3 D-Dur D200

Helmuth Reichel Silva lebt in Bamberg und ist gebürtiger Chilene. In der Saison 2017/2018 gibt er sein Debüt in Japan und China. Weitere Engagements führen ihn zum Brucknerorchester Coburg, Orquesta Clásica de la Universidad de Santiago und Orquesta de Cámara de la Universidad Católica de Chile. Helmuth Reichel Silva dirigierte das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, das Sinfonieorchester Basel, das Orchestre Victor Hugo Franche-Comté, das Stuttgarter Kammerorchester, die Stuttgarter Philharmoniker, das Orchestra di Padova e del Veneto, die Kammerphilharmonie Graubünden, die Württembergische Philharmonie Reutlingen und das Südwestdeutsche Kammerorchester. Zudem arbeitete er mit dem Landesjugendorchester Nordrhein- Westfalen und der Jungen Deutschen Philharmonie zusammen. Beim Orquesta Sinfónica Nacional de Chile ist Reichel Silva als Conductor in Residence mit mehr als zehn Konzerten auf Tournee. Er war von 2014 bis 2016 Chefdirigent des Sinfonieorchesters der Katholischen Hochschulgemeinde Freiburg. Helmuth Reichel Silva war Finalist des 54. Besançon International Competition for Young Conductors, zudem gewann er den 2. Preis beim Deutschen Hochschulwettbewerb Orchesterdirigieren in Stuttgart sowie den Orchestra Prize beim Jeunesse Musicales Conducting Competition in Bukarest und ist Preisträger des Dirigentenpodiums Baden-Württemberg. Geboren 1983 in Santiago, Chile, begann Helmuth Reichel Silva im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel. Er studierte am Staatlichen Konservatorium in Santiago de Chile und später an der Hochschule für Musik Würzburg und legte seine Diplomprüfung mit Auszeichnung ab, anschließend besuchte er die Meisterklasse. Seine Ausbildung als Dirigent absolvierte er mit Per Borin an der Musikhochschule Stuttgart und Sebastian Tewinkel an der Musikhochschule Trossingen. Er besuchte Kurse bei Jorma Panula, Bruno Weil, Yuuko Amanuma, Rodolfo Fischer und Yuji Yuasa.

Nordlichter am Sonntag, 13. Mai 2018 um 17 Uhr
Dirigent: Hannes Reich
Carl Nielsen: Violinkonzert op. 33
Solistin: Liya Petrova, Finalistin des Musikwettbewerbs des Deutschen Musikrates
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur

Hannes Reichs dirigentisches Metier ist sowohl im Chor als auch im Orchester beheimatet. Er stand unter anderem am Pult der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem Philharmonischen Orchester Freiburg oder der Kammerphilharmonie Graubünden und dirigierte verschiedene Projekte an den Theatern Konstanz und Villingen. Bei der Schlossoper Haldenstein in Chur assistierte er bereits mehrfach der musikalischen Leitung (Sebastian Tewinkel) und dirigierte die Produktionen La Traviata, Rigoletto und Die Fledermaus. Des Weiteren ist er Künstlerischer Leiter des Bosch-Sinfonieorchesters war er von 2012 bis 2017 Dirigent des Akademischen Orchesters Freiburg. Seit dem Gewinn des Deutschen Chordirigentenpreises 2016 ist Hannes Reich zudem gern gesehener Gast bei nahezu allen deutschen Rundfunkchören. Er dirigierte Ensembles wie den RIAS Kammerchor oder die Rundfunkchöre aus Berlin und Leipzig, leitete Produktionen beim WDR Rundfunkchor und übernahm Chor-Einstudierungen beim Freiburger Barockorchester, dem MDR Sinfonieorchester und den Dresdner Philharmonikern. Hannes Reich ist Künstlerischer Leiter des Freiburger Bachchors und machte dort zuletzt mit Aufführungen des Deutschen Requiems von Johannes Brahms, der Bachschen Matthäus-Passion und der Messa da Requiem von Giuseppe Verdi auf sich aufmerksam. Mit einer Balance zwischen Tradition und Neuem gibt er diesem Ensemble ein eigenes, zukunftsfähiges Profil. Zudem unterrichtet er seit 2014 an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen Schul- und Kirchenmusikstudierende in Orchesterleitung und übernimmt momentan an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Tübingen eine Professurvertretung in den Fächern Chor- und Orchesterleitung. Hannes Reich war musikalischer Leiter der Produktionen Die Zauberflöte und Hänsel und Gretel der Talentwerkstatt 43 e.V. in Rottweil und Künstlerischer Leiter der Chorakademie des Festivals Vielklang in Tübingen. Von Simon Halsey (Rundfunkchor Berlin) wurde er eingeladen, ihm bei der weltweit erfolgreichen szenischen Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms zu assistieren. Mit dem Freiburger Barockorchester reiste er im Herbst 2016 nach Mexiko, um die Choreinstudierung von Beethovens 9. Sinfonie zu übernehmen. Hannes Reich, geboren 1980 in Calw, studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen und an der Sibelius-Akademie in Helsinki Schulmusik, Violoncello und den Masterstudiengang Dirigieren; Dirigierunterricht hatte er bei Prof. Manfred Schreier (Chor) und Prof. Sebastian Tewinkel (Orchester). Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des Dirigentenforums Chor des Deutschen Musikrats. Als Cellist sammelte er wertvolle Orchestererfahrung unter Dirigenten wie Péter Eötvös, Heinrich Schiff oder Michael Sanderling. Bei den Abschlusskonzerten des Off-Programms „Next generation“ der Donaueschinger Musiktage hatte er als Cellist und Dirigent Auftritte mit Rundfunkaufnahmen des SWR.

Wandelkonzert am Samstag, 21. Juli 2018 um 17 und 20 Uhr
Rot wie die Liebe Ein Streifzug durch die Welt der Oper
Dirigentin: Sabine Schönberger
Arien und Duette aus so weltbekannten Opern wie „Die Zauberflöte“, „Turandot“, „Madame Butterfly“ und „La Traviata“

Sabine Schönberger hat an der Musikhochschule in Heidelberg/Mannheim ein Schulmusikstudium absolviert und ihr Staatsexamen für Lehramt an Gymnasien mit den Hauptfächern Klavier, Dirigieren und Gesang gemacht. Danach hat Sabine Schönberge Klavier studiert und ein Aufbaustudium Kapellmeister angefügt. Die 1964 in Bayreuth geborene Dirigentin hat zahlreiche Meisterkurse in den Bereichen Klavier, Orchesterleitung, Liedbegleitung und Dirigieren absolviert, so unter anderem bei Susan Wenckus, Kurt Masur, Sergiu Celebidache, Helmut Rilling, John Elliot Gardiner und Kurt Sanderling. Bei einigen Meisterkursen hat der Deutsche Musikrat Sabine Schönberger gefördert, hier war sie 1993 Preisträgerin. Sabine Schönberger verfügt über eine große Berufspraxis und hat zahlreiche Orchester dirigiert, wie zum Beispiel die Württembergische Landesphilharmonie Reutlingen, das Radiosinfonieorchester Stuttgart, das Philharmonische Orchester Györ (Ungarn), das Westfälische Symphonieorchester Recklinghausen, die Landesbühne Sachsen, die Neubrandenburger Philharmonie, die Jenaer Philharmonie. Sabine Schönberger hat auch Opernproduktionen geleitet wie am Wilhelma Theater Stuttgart und erfolgreich bei vielen Wettbewerben im In- und Ausland teilgenommen. 1994 hat sie auf Empfehlung der Musikhochschule Stuttgart ein Stipendium der Herbert-Karajan-Stiftung in Berlin erhalten. Sabine Schönberger lebt mit ihrer Familie in Orsingen-Nenzingen bei Stockach.

Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2017 um 17 Uhr
Memento! 100 Jahre Ende 1. Weltkrieg
Konzert mit Lesung von Texten zum 1. Weltkrieg
Dirigent: Achim Fiedler
Frank Bridge: Lament for the Sinking of the Lusitania für Streichorchester
Claude Debussy: Noël des enfants qui n’ont plus maison für Stimme und Orchester, Clair de Lune aus der Suite Bergamasque (Orchesterfassung André Caplet)
Franz Lehár: Fieber – Tondichtung für Tenor und Orchester
Josef Suk: Meditation über den altböhmischen Choral
St. Wenzel, op. 35a
Rudi Stephan: Musik für Orchester

Achim Fiedler, 1965 in Stuttgart geboren, ist ein Dirigent mit großer stilistischer Bandbreite. Neben zahlreichen Ur- und Erstaufführungen gilt sein Interesse Repertoire-Entdeckungen aus der Romantik und der klassischen Moderne bis hin zur Wiederaufführung barocker und klassischer Werke. Achim Fiedler studierte Violine in Köln und London. Es folgten Dirigierstudien in Mailand und Stuttgart sowie Assistenzen bei Carlo Maria Giulini und Bernard Haitink. Von 1998 bis 2012 war er künstlerischer Leiter der Festival Strings Lucerne. Gastverpflichtungen führten ihn bisher zu über 40 Orchestern im In- und Ausland; u.a. Sächsische Staatskapelle Dresden, Wiener Kammerorchester, Orquesta de Sevilla, Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya und Orchestra della Svizzera Italiana Lugano.CD-Produktionen erschienen u. a. bei Oehms Classicals und Sony Classical. Pädagogische Arbeit mit Jugendlichen, Studierenden und Erwachsenen ist ein wichtiger Schwerpunkt. Achim Fiedler war Leiter der Dirigentenausbildung an der Musikhochschule Luzern von 2004 bis 2008 und leitete Seminare, Proben und Konzerte an zahlreichen Musikhochschulen im In- und Ausland. Der Aufbau und die Leitung eines Jugendsinfonieorchesters in seiner Heimatstadt Dortmund ist ihm ein selbstverständliches Anliegen. Achim Fiedler lebt in Dortmund.