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Dirigenten


Mit Jörg Iwer stand bis jetzt ein Mann am Dirigentenpult, der das Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen maßgeblich geprägt und weiterentwickelt hat. Von 1991 bis 2001 war er Künstlerischer Leiter und hat zahlreiche bis heute unvergessene Konzerte aufgeführt, 2002 wählten ihn die Musiker erneut als künstlerischen Leiter und die erfolgreiche Zusammenarbeit endete mit dem Festkonzert am 3. Oktober 2017. Die Mitglieder des Orchesters und der Vorstand haben Jörg Iwer als Würdigung seiner großen Verdienste zum Ehrendirigenten ernannt. Aktuell bewerben Sie vier Gastdirigenten und eine Gastdirigentin um die Nachfolge von Jörg Iwer. Informationen über diese Kandidaten erhalten Sie unter dem Link Aktuelles - Gastdirigenten.

Jörg Iwer lebt als freischaffender Künstler in Berlin und unterrichtet an der Musikhochschule Hanns Eisler. Er hat von 1977 bis 1984 Chorleitung, Dirigieren und Komposition an der Folkwang-Hochschule für Musik in Essen bei Reinhard Peters, Wolfgang Hufschmidt, Nicolaus A. Huber und Guido Knüsel studiert und belegte 1983 einen Meisterkurs bei Kurt Masur. Es folgten Engagements an Theatern in Pforzheim, Detmold, Trier und Wittenberg, denen 1998 die Ernennung zum Generalmusikdirektor folgte. Nationale und internationale Gastspiele führten Jörg Iwer zu zahlreichen deutschen Orchestern sowie nach Mailand, Thessaloniki, Paris, Lugano, Minsk, Szczecin, China, Taiwan, USA und Singapur.

Neben der Beschäftigung mit der klassischen Musik wirkt er als Dirigent und Instrumentator sowohl im Bereich Filmmusik als auch bei Cross-Over-Projekten mit Gruppen oder Einzelkünstlern aus den Bereichen Pop, Jazz und Rock mit. Eine besonders intensive Zusammenarbeit besteht seit 2004 mit dem Komponisten Karim Sebastian Elias ("Rhythm is it", "Siegfried", "Gerdas Schweigen" u. a.) sowie mit dem Projekt Cantus Buranus der Gruppe Corvus Corax.

Jörg Iwer erarbeitete sich im Laufe der Zeit ein großes dirigentisches Repertoire von fast 100 musikalischen Bühnenwerken und nahezu allen Werken des sinfonischen Standardrepertoires. Dabei folgte er keineswegs den ausgetretenen Pfaden des musikalischen Mainstreams, sondern setzte sich immer auch für das musikalische Schaffen unserer Zeit ein. Eine große Anzahl von Ur- und Erstaufführungen, aber auch die Förderung des kompositorischen Nachwuchses durch die Vergabe von Aufträgen und die Auslobung von Kompositionspreisen waren ihm wichtig. Aktuell hat er sich maßgeblich mit Professor Gerhard Wolf, Leiter der Musikakademie Villingen-Schwenningen gGmbH, für die Gründung einer Jugendorchesterakademie eingesetzt. So soll der musikalische Nachwuchs, unter Anleitung von Mentoren und Dozenten, an die Orchesterarbeit herangeführt werden.