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Freundschaftskonzert Pontarlier


2. Sinfoniekonzert
am Sonntag, 4. Mai 2014
um 17:00 Uhr
im Konzerthaus Franziskaner



Seit 50 Jahren besteht die St�dtepartnerschaft zwischen Villingen-Schwenningen und Pontarlier. Aus diesem Grund hat das Sinfonieorchester ein gemeinsames Festkonzert mit dem Sinfonieorchester aus Pontarlier geplant. Aus beiden Klangk�rpern wird ein Orchester geformt, auf dem Programm stehen Werke franz�sischer und deutscher Komponisten und die Dirigenten J�rg Iwer und Pi�rre Tr�fel arbeiten Hand in Hand. Das Konzert findet sowohl in Villingen-Schwenningen als auch in Pontarlier statt.


Programm:

J�rg Iwer: Schlagzeugkonzert, Solist: Daniel Higler
Alexis Emmanuel Chabrier: Rhapsodie Espana F-Dur
Camille Saint-Saens: 3. Violin-Konzert h-moll op. 61
Johannes Brahms: 2. Sinfonie D-Dur op. 73


Alexis Emmanuel Chabrier studierte Komposition und Violine, begann aber auch ein Jura-Studium und erhielt 1861 eine Stellung im Innenministerium. Interessiert auch an Dichtung und Malerei, befreundete sich Chabrier mit verschiedenen K�nstlern. Der Freundschaft mit Paul Verlaine entsprangen die Libretti f�r verschiedene unvollendete Operetten. Chabrier war auch vom Impressionismus fasziniert, und sein Freund �douard Manet malte zwei Portr�ts von ihm. Er schrieb seine ersten Orchesterwerke und hatte schlie�lich erste Erfolge mit seinen heiteren Opern L��toile und Une �ducation manqu�e. Im Hause Chabrier trafen sich nahezu alle namhaften franz�sischen Komponisten der Zeit, und 1880 gab er seinen Posten im Ministerium auf, um sich ganz der Musik zu widmen. F�r Klavier schrieb er 1881 die zehn �Pi�ces pittoresques�, eines seiner bedeutendsten Werke, und nach einem Spanienaufenthalt entstand die Orchesterrhapsodie �Espa�a2, sein popul�rstes St�ck. Chabriers letzte Jahre waren von Krankheit, finanziellen Problemen und Entt�uschung �ber den bescheidenen Erfolg seiner B�hnenwerke gekennzeichnet. Seine letzte Oper �Bris��s� blieb unvollendet, dann unterband eine L�hmung das Komponieren g�nzlich. 1894 starb der Komponist nach langem Leiden. Erst die nachfolgende Musikergeneration erkannte seine Bedeutung, vor allem als Klavierkomponist.


Camille Saint-S�ens

Zu den Wunderkindern der Musikgeschichte muss man Camille Saint-Sa�ns z�hlen, denn schon mit sechs Jahren spielte er das Piano, komponierte Lieder und kleine Klavierst�cke. Bereits mit elf Jahren gab er sein erstes Konzert im Salle Pleyel in Paris. Zwei Jahre sp�ter wurde er in das Paris Konservatorium aufgenommen. 1852 wurde er als Organist an die �glise Saint-Merry berufen, und ab 1857 bekam er die gleiche Position an der �glise de la Madeleine. Als Klavierlehrer verpflichtete ihn die �cole Niedermeyer ab 1861. In seiner Eigenschaft als Virtuose und Dirigent ging er auf Reisen, bevorzugte allerdings vorwiegend die eigenen Werke. Zu den Impressionisten hatte er ein gest�rtes Verh�ltnis, und Richard Wagner mochte er nicht. Freundschaft verband ihn mit Franz Liszt, der sich auch f�r die Urauff�hrung seiner Oper �Samson und Dalila� in Weimar einsetzte und das Werk dirigierte. Saint-Sa�ns hat insgesamt zehn Opern komponiert. Fruchtbar war der Komponist auf allen Gebieten der Orchester- und Kammermusik.Stilistisch gilt Saint-Sa�ns als Klassizist auf der Schwelle zur Romantik. Gern geh�rt wird die zoologische Fantasie �Karneval der Tiere�. Zusammen mit C�sar Franck gr�ndete Saint-Sa�ns die �Soci�t� Nationale de Musique�, die es sich zum Ziel setzte, eine national-franz�sische Musik zu pr�sentieren, als ob es eine solche nicht sch�n l�ngst g�be, nachdem Hector Berlioz mit seiner �Symphonie Fantastique� das Jahrhundert eingel�utet hatte.
Im hohen Alter von 86 Jahren verstarb Camille Saint-S�ens in Algier.


Johannes Brahms

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt Johannes Brahms Vielen als konservativer Bewahrer einer musikalischen Stilistik, die sich bereits zu seiner Zeit �berholt hat. Bei aller Meisterschaft seines musikalischen Satzes, der Kunst seiner Instrumentation und dem sicheren Gef�hl f�r musikalische Form, wurde dies als Grund gesehen, seine Arbeit als antiquiert abzuwerten.
Die Sinfonie Nr. 1 in c-moll, op. 68, hatte Brahms 14 Jahre seines Lebens gekostet. Er vollendete sie 1876. Brahms arbeitet sich mit seinem sinfonischen Erstling aus der Wirkung seines Vorbilds Beethoven heraus. Die zweite Sinfonie konzipiert Brahms viel z�giger, w�hrend eines Sommeraufenthaltes in P�rtschach/K�rnten. Gegen�ber der dramatischen, den Geist Beethovens atmenden, ersten Sinfonie erscheint die zweite gel�ster, lyrischer und von liedhafter Melodik durchstr�mt. Sie gehorcht aber gleichzeitig einer st�rkeren thematischen Durchstrukturierung. Brahms� D-Dur Sinfonie wird gern mit der Bezeichnung �Pastorale� oder �P�rtschacher Sinfonie� bedacht. Brahms selbst bezeichnete sein Werk gelegentlich als sein �neues, liebliches Ungeheuer�, was von einer gewissen ironischen Distanz zeugt, die er unerm�dlich gegen�ber seinem eigenen Werk betonte.