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Die Romantische Seele


am Sonntag, 17. Mai 2015
um 17 Uhr
im Franziskaner-Konzerthaus

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Hebriden-Ouverture h-moll, op. 26
Jörg Iwer: Doppelkonzert für 2 Fagotte und Orchester
Solisten: Akio und Rie Koyama
Franz Schubert: 4. Sinfonie c-moll "Die Tragische"

Dirigent: Jörg Iwer



Für das Konzert unter dem Motto „Die Romantische Seele" hat Dirigent Jörg Iwer erneut ein Werk komponiert. Es war der Wunsch des Fagottprofessors Koyama, einmal mit seiner mehrfach preisgekrönten Tochter gemeinsam zu spielen und da es kein Werk für zwei Fagotte gibt, komponiert Jörg Iwer ein Stück. Zuletzt hatte Iwer mit seiner Eigenkomposition „Pierre Gris“ geglänzt, die er für das große Festkonzert anläßlich des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Villingen-Schwenningen und Pontarlier für den Schlagzeuger Daniel Higler komponiert hat und dem Stück „Zwischen Bergen und Meer", von dem die Besucher der Neujahrskonzerte begeistert waren. Vor dem Fagottkonzert erklingt die „Hebriden-Ouvertüre“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Er hat mit diesem Stück einen neuen Musiktyp ausgebildet: den der programmatischen Konzertouvertüre, die als selbstständiges Konzertstück keine in eine Oper oder ein Schauspiel einstimmende Funktion mehr besitzt. Der 4. Sinfonie von Franz Schubert kommt in der Reihe der frühen „Jugendwerke“ in mehrfacher Hinsicht eine besondere Bedeutung zu: Zum einen steht sie am Beginn einer intensiven Auseinandersetzung und Abgrenzung zu dem zeitgenössischen Übervater allen musikalischen Geschehens Ludwig van Beethoven, zum anderen sucht Schubert öffentliche Anerkennung und weiß, dass diese nur auf dem „sinfonischen“ Weg zu erreichen ist. Daher sein intensives Streben, sich „den Weg zur großen Sinfonie zu bahnen“. Diese (einzige) Moll-Sinfonie Schuberts eröffnete ihm einen eigenen Weg in der sinfonischen Gestaltung abseits von Beethoven.