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Musikzirkus-Zirkusmusik


Sinfoniekonzert am Sonntag, 12. März, 17:00 Uhr im Franziskaner-Konzerthaus
Bernd Alois Zimmermann: Rheinische Kirmestänze
Jörg Iwer: Landschaft mit Moor - Konzertstück für fünf Schlagzeuggruppen, Metronom und Orchester
Es spielen Frank Neu und Dozenten und Schüler der Musikakademie Villingen-Schwenningen gGmbH
Georges Bizet: Sinfonie Nr. 1 C-Dur



Schlagzeugprojekt mit Frank Neu und der Musikakademie
Mit dem Werk "Pierre gris" hat Jörg Iwer 2014 bereits ein äußerst erfolgreiches Stück für Schlagzeug und Orchester für Daniel Higler komponiert. Jetzt bekommt die ganze Schlagzeugabteilung der gemeinnützigen Musikakademie VS ein Podium mit dem von Jörg Iwer komponierten Konzertstück für fünf Schlagzeuggruppen, Metronom und Orchester "Landschaft mit Moor". Die Schlagzeuger der Musikakademie sind sehr erfolgreich und gewinnen immer wieder Preise bei den Wettbewerben "Jugend musiziert". Mittlerweile sind sechs Lehrer im Einsatz, um die Schlagzeugschüler zu unterrichten. Durch die Verteilung ganzen Franziskaner-Konzertsaal bekommt das Stück eine immense Klangwirkung.
Bernd Alois ZImmermann
Bernd Alois Zimmermann, der Komponist, der am 20. März 1918 in Bliesheim geboren wurde und 1970 freiwillig aus dem Leben schied, gehört zu den berühmtesten Komponisten des 20. Jahrhunderts, der in der Auseinandersetzung mit der Neuen Musik zu einem eigenen Stil fand. Sein bekanntestes Werk ist die Oper Die Soldaten. Nach dem Abitur studierte Zimmermann Schulmusik, Musikwissenschaft und Komposition an der Hochschule für Musik Köln.1940 erfolgte die Einberufung zur Wehrmacht, aus der er im Herbst 1942 wegen einer schweren Hautkrankheit entlassen wurde. Bereits seit 1946 war Zimmermann als freischaffender Komponist tätig. 1957 bekam er Stipendium für die Villa Massimo in Rom und übernahm 1958 als Nachfolger von Frank Martin eine Kompositionsprofessur an der Kölner Musikhochschule, wo er das Seminar für Bühnen-, Film- und Rundfunkmusik begründete. In den 1960er Jahren etablierte er sich als erfolgreicher Komponist. Am 10. August 1970 nahm sich der Komponist das Leben. Die Rheinischen Kirmestänze sind 1962 entstanden. In diesem Stück für 13 Blasinstrumente persifliert Bernd Alois Zimmermann auf humorvolle Weise die Musik eines dörflichen Spielmannszugs.

Georges Bizet
war eine ähnliche musikalische Frühbegabung wie Mozart, Mendelssohn oder Schubert. Einer seiner Lehrer war Gounod, mit ihm verband ihn eine lebenslange Freundschaft. Berlioz und Liszt verfolgten seine rasche Entwicklung mit Aufmerksamkeit. Sein ganzes künstlerisches Leben war er mit Bühnenprojekten beschäftigt. Sie wurden aber entweder nicht vollendet oder waren nur mäßig erfolgreich. Bizet ließ sich davon jedoch nie entmutigen. Ein einziges Mal verließ er seine Heimatstadt für einen Auslandsaufenthalt, als er mit 19 Jahren den renommierten „Prix de rome“ gewann und damit ein Arbeitsstipendium in Rom erhielt. Bizet schrieb eine ganze Reihe von Instrumentalwerken, die zum großen Teil nicht veröffentlicht wurden. Dazu gehört auch die Sinfonie in C-Dur, die er im Alter von siebzehn Jahren komponierte. Sie ist auf dem Manuskript als Nr. 1 gekennzeichnet, was darauf hindeutet, dass ihr noch weitere Werke folgen sollten, was aber nicht der Fall war. Das Werk ist zu Bizets Lebzeiten wohl nie gespielt worden. An die Öffentlichkeit gelangte die Symphonie ein halbes Jahrhundert nach dem Tod ihres Schöpfers, als der schottische Musikwissenschaftler Parker das Manuskript fand. Felix Weingärtner führte sie dann 1935 erstmals in Basel auf. Seitdem hat die Symphonie erhebliche Beliebtheit erlangt.