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Zukunftsmusik


Das große Konzert zum Stadtjubiläum
am Samstag, 29. Juli 2017
ab 17 Uhr Wandelkonzert, ab 20 Uhr Hauptkonzert
Jörg Iwer: Festouvertüre zum Stadtjubiläum
Robert Schumann: Cellokonzert a-moll, op. 129
(1810-1856) Solistin: Raphaela Gromes
Preisträgerin des Deutschen Musikrates
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-moll, op 67
(1770-1827)



Das Wandelkonzert
Mit dem Wandelkonzert leistet das Sinfonieorchester einem eindrucksvollen musikalischen Beitrag zum Stadtjubiläum „Aufbruch –Wege in die Zukunft“. Unter dem Motto „Zukunftsmusik“ spielen ab 17 Uhr verschiedene Ensembles des Orchesters und der Musikakademie. Da die Zukunft ohne Jugendliche und Kinder nicht denkbar ist, sind diese eng in das Programm eingebunden. Verschiedene Schulen beteiligen sich mit breitgefächerten Darstellungen. Nach dem Hauptkonzert wollen alle Akteure mit den Besuchern feiern und auch hier gibt es überraschende musikalische und kulinarische Genüsse, unter anderem mit der Double Town Big Band.

Robert Schumann
Robert Schumann wird heute zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik gezählt. 1840 heiratete er die Pianistin Clara Wieck. In den folgenden Jahren entwickelte sich sein Werk zu großer Vielfalt: Er komponierte Orchestermusik (darunter vier Sinfonien), konzertante Werke, Kammermusik, Chormusik und eine Oper. Nachdem er schon in verschiedenen Phasen seines Lebens ernsthafte seelische Krisen erlebt hatte, unternahm Schumann 1854 einen Selbstmordversuch. Seine letzten Jahre verbrachte er in der Richarz’schen Heilanstalt in Endenich bei Bonn. Das Cellokonzert komponierte er gut gelaunt in Düsseldorf in nur wenigen Tagen. Das Werk, das tatsächlich wie aus einem Guss erscheint, ist eines der wenigen großen Konzerte für dieses sympathische Instrument. Das einsätzige Werk ist gekennzeichnet durch zarte Lyrik und feurigen Schwung, vor allem aber durch jenen elegischen Ton, den das Cello wie kein anderes Instrument zum Ausdruck bringen kann.

Raphaela Gromes

1991 in München geboren begann Raphaela als Vierjährige mit dem Cellospiel. Mit ihren Eltern, beide Cellisten, konnte sie bereits im Alter von 7 Jahren erste Bühnenerfahrung sammeln. Ihr Debüt als Solistin erfolgte mit dem Cellokonzert von Friedrich Gulda im Herbst 2005, worauf sie von Publikum und Presse überschwänglich gefeiert wurde. Hierauf folgten zahlreiche Auftritte mit dem großen Cellorepertoire. 2012 spielte sie die Uraufführung eines für sie komponierten Cellokonzertes und 2013 die Uraufführung des Cellokonzertes von Valentin Bachmann mit dem Philharmonischen Orchester Budweis. 2014 folgte die Weltpremiere des für sie und Cécile Grüebler geschriebenen Doppelkonzertes „Chroma“ von Mario Bürki mit dem Schweizer Militärorchester sowie das moderne Cellokonzert „Up close“ unter der Leitung von Kent Nagano.
2010 begann sie mit dem Cellostudium an der Musikhochschule in München bei Wen-Sinn Yang. 2013/14 studierte sie an der Universtiät für Musik und darstellende Kunst in Wien. Unter den Wettbewerbserfolgen findet sich der 1. Preis des Kulturkreis-Gasteig- Wettbewerbes sowie der 1. Preis des internationalen Concorso Fiorindo Turin in der Duowertung mit ihrer Geigerin Amelie Böckheler (seit 2011 bilden sie das Duo Servais). Seit 2012 ist sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Hans und Eugenia Jütting Stiftung und wird von Yehudi Menuhin Live Music Now gefördert. 2016 wurde sie Preisträgerin des "Deutschen Musikwettbewerb". Sie spielt ein Violoncello von Jean Baptiste Vuillaume aus den Jahren um 1855, das ihr von privater Hand zur Verfügung gestellt wird.

Ludwig van Beethoven
Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie c-Moll gehört zu seinen berühmtesten Werken und ist eines der populärsten Stücke der klassischen Musik. Sie ist auch unter der Bezeichnung Schicksalssinfonie bekannt. Die ganze viersätzige Sinfonie wird vielfach mit dem prägnanten Anfangsmotiv identifiziert. Beethovens „Fünfte“ wurde im Sinne eines Schicksalsdramas als eine musikalisch objektivierte Erzählung von Niederlage und Triumph, vom ewigen menschlichen Schicksalskampf interpretiert. Sie ist außerdem eines der Werke, die sowohl den Liebhaber klassischer Musik als auch Menschen, die sonst kaum der klassischen Musik zugeneigt sind, immer wieder in ihren Bann zu ziehen vermögen. Dies liegt an ihrer rhythmischen Kraft, die schon im Anfangsmotiv mittels des Unisono der Streicher besonders prägnant in Erscheinung tritt.
Ludwig van Beethoven gilt heute als der Vollender der Wiener Klassik und Wegbereiter der Romantik. Beethovens litt unter einem Gehörleiden, das schließlich zur Taubheit führte. Beethovens Gehörleiden stellte nicht nur eine ernste Bedrohung seiner Laufbahn als Musiker dar; es beeinträchtigte auch seinen gesellschaftlichen Umgang. Die Krankheit stürzte Beethoven in eine schwere persönliche Krise, die ihn zeitweilig sogar an Selbstmord denken ließ.