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Nordlichter


Sonntag, 13. Mai um 17 Uhr im Franziskaner-Konzerthaus
Carl Nielsen: Violinkonzert op. 33
Solistin: Liya Petrova
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur
Dirigent: Hannes Reich



Das Nordlicht gehört zu den faszinierendsten Naturereignissen, die mit ihrem Himmelstanz Wärme und Geborgenheit in die eiskalten Nächte und die karge Landschaft Skandinaviens bringen. Es hat den Anschein, dass dieser Zauber Einfluss auf die Komponisten der nordischen Länder hat, die mit großer Liebe zu Klang und Harmonie die Musik in einer ganz eigenen Art und Weise zum Klingen bringen. Das selten gespielte Violinkonzert des dänischen Komponisten Carl Nielsens ist geprägt von einem neoklassischem Aufbau und lädt an viele Stellen zum Träumen ein. Die Werke des finnischen Nationalkomponisten Jean Sibelius wiederum lassen vor dem inneren Auge die weiten Landschaften seiner Heimat und die kulturellen Traditionen des Nordens entstehen. Kein Wunder, dass insbesondere seine 2. Symphonie zu einem seiner populärsten Kompositionen wurde, da das Werk alle Vorzüge seines Stils zeigt: Kraft, herbe Farbgebung, Pathos und Naturverbundenheit.


Hannes Reich
gehört zu den wenigen Dirigenten seiner Generation, die bereits in jungen Jahren sowohl in der Arbeit mit Orchestern als auch mit Chören hervorragende Erfolge aufweisen können.
So ist er seit 2012 Dirigent des Akademischen Orchesters Freiburg und seit 2013 künstlerischer Leiter des Bosch-Sinfonieorchesters. Zudem unter richtet er an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen Schul- und Kirchenmusikstudierende in Orchesterleitung. Gleichzeitig war er Stipendiat im Dirigentenforum Chor des Deutschen Musikrats, dirigierte Ensembles wie den RIAS-Kammerchor oder die Rundfunkchöre aus Berlin, Leipzig und Köln und wurde im März 2017 zum neuen Künstlerischen Leiter des Freiburger Bachchors gewählt. Im April 2016 erhielt er mit dem 2. Deutschen Chordirigentenpreis eine hohe Auszeichnung. Hannes Reich stand am Pult namhafter Orchester. So war er zu Gast bei der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem Philharmonischen Orchester Freiburg und der Kammerphilharmonie Graubünden und dirigierte verschiedene Projekte an den Theatern Konstanz und Villingen. Meisterkurse besuchte er unter anderem bei Howard Arman (WDR-Rundfunkchor), Lucas Vis (Ensemble Resonanz) und Jos van Veldhofen (Freiburger Barockorchester).
Bei der Schlossoper Haldenstein in Chur assistierte er der musikalischen Leitung (Sebastian Tewinkel), dirigierte die Produktionen La Traviata, Rigoletto und Die Fledermaus und übernahm die Leitung des Opernchores. Außerdem war er musikalischer Leiter der Produktionen Die Zauberflöte und Hänsel und Gretel der Talentwerkstatt 43 e.V. in Rottweil. Hannes Reich, geboren 1980 in Calw, studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen und an der Sibelius-Akademie in Helsinki Schulmusik, Violoncello und den
Masterstudiengang Orchesterleitung; Dirigierunterricht hatte er bei Professor Sebastian Tewinkel und Professor Manfred Schreier. Von 2005 bis 2008 war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Als Cellist sammelte er wertvolle Orchestererfahrung. Bei den Abschlusskonzerten des Off-Programms „Next generation“ der Donaueschinger Musiktage hatte er als Cellist und Dirigent Auftritte mit Rundfunkaufnahmen des SWR.

Liya Petrova
ist Finalistin des hochkarätigen Musikwettbewerbs 2015 des Deutschen Musikrates und dem Publikum in der Doppelstadt noch bekannt durch ihren Auftritt 2016 beim Wandelkonzert: Da hat sie das Violinkonzert von Felix Mendelssohn-Bartholdy gespielt. Liya Petrova ist in Bulgarien geboren und wuchs in einer Musikerfamilie in Sofia auf. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, 2015 wurde sie Finalistin, Stipendiatin und Sonderpreisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs, verbunden mit der Aufnahme in die 60. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler und in die Künstlerliste – Solisten des DMW.